Manale hält Women’s Circles in Zürich – geschützte Räume, in denen Frauen sich zeigen können, wie sie sind. Ihre ganze Marke dreht sich um ein Wort: Sicherheit.
Und genau da lag die Aufgabe: Wie fotografiert man einen geschützten Raum, ohne ihn zu stören?
Das Konzept: Der Raum führt, die Kamera folgt
Wir haben nichts nachgestellt. Der Circle fand statt, echte Frauen, echte Gespräche – und ich habe mich bewegt, nicht sie. Diskret genug, um den Raum nicht zu brechen. Präsent genug, um keinen Moment zu verpassen.
Manale: «Jede Frau dort hat sich gesehen und sicher gefühlt. Wir konnten wir selbst sein – kein aufgesetztes Lächeln, keine Pose. Nina war so diskret und gleichzeitig so präsent. Das hat für uns alle den Unterschied gemacht.»
Die Circles finden vor Ort statt – mit ihren Klientinnen arbeitet Manale aber auch online. Also haben wir auch diese Seite ihrer Arbeit eingeplant: sie im Gespräch am Bildschirm, ihr Arbeitsplatz, das ruhige Setup hinter der Verbindung. Anderes Setting, gleiche Wärme.
Die Vorbereitung: ein Pinterest-Board statt Bauchgefühl
«Ich bin keine Fotografin – ich habe keine Ahnung, was gut aussieht», sagte Manale im Vorgespräch. Muss sie auch nicht: Dafür gibt es den Prozess. Wir haben gemeinsam ein Pinterest-Board aufgebaut, das ihre Bildsprache festlegte, bevor die Kamera überhaupt dabei war – so gehen einem am Shooting-Tag nie die Ideen aus.
Genauso wichtig war, was wir nicht gemacht haben: nicht lauter, nicht greller, kein «mehr». Ihre Marke heisst Sicherheit – also durften die Bilder leise sein.
«Nina hat mich nie gedrängt, mehr zu machen oder mehr zu sein. Es war wirklich meine Marke – und sie hat das respektiert.»
Das Ergebnis: Bilder, die seither arbeiten
Am Ende konnte Manale sich nicht entscheiden – und hat kurzerhand ihr Paket aufgestockt und alle Bilder genommen. Heute leben sie auf ihrer Website und in ihrem Social-Media-Feed:
«Meine Lieblingsbilder, weil ich sie immer und immer wieder verwenden kann.»
Das ist übrigens der ganze Sinn von Personal Branding Fotografie: nicht ein schönes Portrait, sondern ein Bildvorrat mit Jobs – für die Website, den nächsten Post, die nächste Ankündigung.
(Kleine Randnotiz: Manale und ich kennen uns schon länger – vor einigen Jahren habe ich ihre Schwangerschaft fotografiert. Die Bilder liebt sie bis heute. Solche Wiederseh-Geschichten sind das schönste Kompliment in diesem Beruf.)
Was Du daraus mitnehmen kannst
Wenn Du Posieren hasst, bist Du keine schwierige Kundin – Du brauchst nur einen Prozess, der Dir das Posieren abnimmt: ein Konzept, das Deine Marke führt, eine Vorbereitung, die Klarheit schafft, bevor die Kamera kommt, und eine Fotografin, die sich bewegt, damit Du es nicht musst.
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